
Kennst du diese Tage, an denen du am Schreibtisch sitzt, auf deine Projekte starrst und dich fragst: „Was mache ich hier eigentlich gerade?“
Du hast dein eigenes Unternehmen aufgebuat, um Freiheit zu gewinnen, um etwas zu bewegen, um deine Vision zu verwirklichen. Doch dann klopft die Realität an. Ein Projekt verzögert sich, die Akquise läuft schleppend, oder du fühlst dich einfach nur vollkommen orientierungslos. In diesen Momenten scheint der rote Faden nicht nur dünn zu sein – er scheint komplett gerissen.
Ich bin kürzlich über einen Satz gestolpert, der mich seitdem nicht mehr loslässt:
Noch macht nicht alles einen Sinn.
Denn in ihm steckt der Schlüssel, wie du mit Phasen der Orientierungslosigkeit umgehst, ohne den den Fokus zu verlieren.
Als Selbstständige, Unternehmer und Gründer sind wir darauf konditioniert, in Strategien, Zielen und Ergebnissen zu denken. Wir wollen, dass A zu B führt. Wenn wir heute hart arbeiten, wollen wir morgen den Sinn in Form von Erfolg oder Klarheit sehen.
Doch mitten im Prozess macht die Anstrengung oft absolut keinen Sinn. Warum hast du diese Absage bekommen? Warum hat das Marketing-Tool nicht funktioniert? Warum fühlst du dich heute so leer, obwohl du eigentlich liebst, was du tust?
Das Problem: Wir versuchen, den Sinn in der Gegenwart zu erzwingen. Aber Sinn ist keine Eigenschaft des Augenblicks.
Wenn du mitten in einem Sturm stehst, siehst du nur Regen. Erst wenn du den Berg erklommen hast und zurückblickst, erkennst du, dass der Regen nötig war, damit das Tal, in dem du heute stehst, so grün ist.
Ich befinde mich oft in diesen Phasen. Ich kenne dieses Gefühl, wenn der Kopf voller Ideen ist, aber die Klarheit fehlt, welcher Schritt der nächste sein sollte. Es sind Phasen, in denen man sich fragt, ob man sich verrannt hat.
Was mich in diesen Momenten immer wieder zurück auf den Weg bringt sind diese drei Dinge:
Diese mentale Zeitreise nimmt dem jetzigen Druck die Schwere. Wenn ich weiß, dass ich später einmal den Sinn erkennen werde, kann ich das heutige „Nicht-Wissen“ besser aushalten.
Wenn wir orientierungslos sind, neigen wir dazu, uns auf die falschen Dinge zu konzentrieren. Wir zerbrechen uns den Kopf über den Markt, über die Konkurrenz oder über die Frage, wann endlich der große Durchbruch kommt.
Das Ergebnis? Wir fühlen uns noch machtloser.
Die Lösung ist meiner Meinung nach der Fokus auf den Input.
Du musst den Fokus weg von dem lenken, was du nicht beeinflussen kannst (Ergebnisse, Timing, Reaktionen anderer), und hin zu dem, was du jeden Tag beeinflussen kannst: Deinen Input.
Stell dir dein Business wie einen Garten vor. Du kannst nicht beeinflussen, wie schnell die Blumen wachsen oder ob die Sonne morgen scheint. Das ist das „Warum“, das später Sinn ergibt. Was du heute tun kannst (und musst!), ist:
Wenn du dich auf deinen Input konzentrierst, gibst du der Orientierungslosigkeit keinen Raum mehr. Du tust die Arbeit, weil sie getan werden muss – im Vertrauen darauf, dass der Sinn dir später hinterherläuft.
Wenn du dich gerade in einer Phase befindest, in der sich alles nach „Noch nicht“ anfühlt, probiere diese Schritte:
Dass heute nicht alles Sinn ergibt, ist kein Fehler im System. Es ist die Voraussetzung dafür, dass du später eine Geschichte zu erzählen hast. Ohne die Verwirrung gäbe es keine Erkenntnis. Ohne das Suchen gäbe es kein Finden.
Konzentriere dich auf das, was in deiner Macht steht. Steck die Energie in deinen Input, in deine Vision und in den Glauben an dich selbst. Der Sinn wird sich ganz von alleine einstellen – versprochen.